Maschinendesign – Maschinen erfolgreich gestalten

Einer Studie der GMK Markenberatung zufolge erkennen 42 % aller deutschen Firmen den strategischen Nutzen des Industrie-Designs nicht.¹ Ihre Produkte sind ohne spezielle Designstrategie gestaltet und haben keine markentypische Formensprache.

Maschinendesign – Was sind die wichtigsten Elemente?

Unter Maschinendesign versteht man das Design von Produktionsanlagen, einzelnen Maschinen, Sondermaschinen und Laborgeräten. Andere Bezeichnungen dafür sind Industrie-Design (Industrial Design) und Produktdesign. Auch wenn hochwertige Industrieprodukte eine bestimmte Ästhetik haben, unterliegen sie mit ihrer Zweckbestimmtheit den Prinzipien des guten Design. Und diese gelten für das Investitionsgüterdesign, zu dem das Maschinendesign gehört, und für die Gestaltung von Konsumgütern gleichermaßen.

Beim guten Design ist die Produktform an die Funktionalität des herzustellenden Gegenstandes angepasst. Außerdem entspricht es den Bedürfnissen des menschlichen Nutzers, indem es beispielsweise spezielle Anforderungen an die Bedienbarkeit erfüllt. Wesentliche Elemente des Industrial Design sind:

  • Form
  • Material
  • Funktion(alität)
  • Branding
  • Ästhetik
  • Emotion

Die Form der Maschine wird hauptsächlich vom verwendeten Material und natürlich von ihrem Einsatzzweck bestimmt. Industrieprodukte müssen aus Materialien gefertigt sein, die den Einsatzzweck bestmöglich garantieren. Außerdem muss die Maschine technisch so optimiert sein, dass sie effizient und wirtschaftlich arbeitet. Auch ihre Nutzerfreundlichkeit und Betriebssicherheit spielen eine große Rolle. Dabei werden auch ergonomische Aspekte wie das Verhindern der vorzeitigen Ermüdung des Nutzers berücksichtigt. Da der Kunde ein anderes Unternehmen ist, muss das Design natürlich seinem Branding entsprechen. Daher wird es gemäß seiner Corporate Identity gestaltet.

Als Nebenprodukt der schönen Form und attraktiven Farbe, die deutlich sichtbare Kennzeichen des neuen Designs sind, entsteht die Emotion. Sieht der Anwender die ästhetisch gestaltete Maschine zum ersten Mal, möchte er sie berühren und ihre Eigenschaften kennen lernen. Handelt es sich um eine Anlage, die in medizinischen Labors zum Einsatz kommt, sind außerdem spezielle Anforderungen an die Hygiene zu beachten. Das Design löst derartige Problemstellungen durch den Einsatz pflegeleichter Materialien und die Vermeidung schlecht zu reinigender Formen.

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Das Maschinendesign kann kaufentscheidend sein

Engineering bezeichnet nicht nur die Bereitstellung X-beliebiger Waren. Es ist auch verantwortlich dafür, dass sich ein Unternehmen im Einklang mit dem Zeitgeist zeigt. Die Nachfrage, die Vorlieben und die Erwartungen einer Zielgruppe befinden sich stets in Bewegung. Ein Produkt muss sich daran anpassen können. Gleichzeitig sollte eine Marke um Kontinuität in der Herstellung und dem Vertrieb ihrer Produkte bemüht sein. Die Kunst besteht für den Ingenieur darin, einen Konsens aus Tradition und modernen Anforderungen herzustellen. Gute Industriedesigner setzen sich mit dem Profil eines Unternehmens auseinander, lernen die früheren Produktversionen kennen und sorgen mit sinnträchtigen Innovationen dafür, dass das Produkt nicht aus der Mode kommt.

Welche Branchen setzen besonders auf Design Engineering?

Engineering-Dienstleistungen sind vor allem wichtig im technischen Bereich. Gerade die technologischen Branche zeichnet sich durch ihre Schnelllebigkeit aus. Kunden sind schnell gewonnen und wieder verloren. Mitarbeiter kommen und gehen. In der Entwicklung und Simulation von Produkten sind immer neue Denkanstöße gefragt. Deshalb müssen sich die Unternehmen in der Produktion immer wieder an neue Gegebenheiten anpassen, ohne das bisherige Erfolgsrezept zu vergessen. Viele greifen daher bei der Entwicklung auf eine Technologie-Beratung von professionellen Consulting Unternehmen zurück oder beauftragen Entwicklungsdienstleister mit dem Entwurf von auffälligen, herausstechenden und originellen Designs.

Für die folgenden Branchen sind Entwicklungsdienstleistungen von hoher Bedeutung:

  • Anlagenbau
  • Medizintechnik
  • Metallverarbeitung
  • Automobilindustrie
  • Verpackungsindustrie
  • Lebensmittelindustrie

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Das Maschinendesign kann kaufentscheidend sein

Unternehmer, die in neue Produktionsanlagen investieren, wählen diese nicht nur nach ihrer technischen Leistung und ihrem wirtschaftlichen Einsatz aus. Wie so oft spielt der Gesamteindruck bei der Wahl des Produkts eine entscheidende Rolle. Denn passt das Industrial Design gut zu den bereits vorhandenen Maschinen, unterstützt es den eigenen Markenauftritt optimal. Außerdem hat die Haptik einen Einfluss auf die Kaufentscheidung: Fühlt sich die täglich zu benutzende Oberfläche angenehm oder sogar vertraut an, ruft sie positive Emotionen hervor. Und diese wiederum steigern das Nutzererlebnis deutlich. Da das Produktdesign erst in einer späteren Phase der technischen Entwicklung ansetzt, muss es verschiedene Merkmale bestmöglich visuell darstellen.

Wichtige Merkmale:

  • Wahrnehmung durch den Kunden wie hochwertig, innovativ
  • Firmenimage (Stimmt die Kundenwahrnehmung mit diesem überein?)
  • Zielgruppenorientiertheit (Einstiegsgerät oder High-End-Produkt?)
  • technische Vorteile (platzsparend aufzustellen, Maschinenbett sehr stabil)
  • Anlass für die Entwicklung (Innovation oder Facelift des Vorgängermodells)

Nur auf diese Weise können sich Industrieprodukte von Konkurrenzerzeugnissen abheben und gut verkaufen. Wichtigstes Stichwort zur Markenpositionierung am Markt ist das sogenannte assoziative Design: Bei diesem definiert der Industriedesigner, welche Assoziationen das neue Investitionsgut hervorrufen soll. Danach legt er die zur Darstellung der erforderlichen Merkmale nötigen Gestaltungselemente fest. Erst dann erfolgt die Einhausung der Maschine. In ihr werden die definierten Assoziationen und Ordnungsstrukturen umgesetzt. Damit sich die Anlage bestmöglich verkauft, kommt es aber nicht nur auf den Gesamteindruck an: Die Produktqualität zeigt sich auch an funktionalen Details wie der Ausführung von Griffen an Klappen und an Materialübergängen. Und natürlich auch an der Austauschbarkeit der Geräteteile. Denn ist diese nur unter großem Aufwand möglich, nützt das schönste Produktdesign nichts.

Was einen guten Maschinendesigner ausmacht

Ein guter Maschinendesigner arbeitet in einem interdisziplinären Team. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um seriell hergestellte Industrieprodukte oder um eine individuelle Kundenlösung (Sondermaschine) handelt: Der Kunde benötigt eine Maschine, die speziell auf die in seinem Betrieb herrschenden Anforderungen ausgerichtet ist. Oder er möchte seine Anlage technisch modernisieren. Der Maschinendesigner arbeitet mit Ingenieuren und technischen Zeichnern und mit Kollegen aus der Entwicklung zusammen. Grundlegend ist die Konstruktion, die der Kunde bei seiner Auftragsvergabe einreicht: Nur mit deren Hilfe ist es dem guten Maschinendesigner möglich, mit seinem Produkt einen hohen Mehrwert zu schaffen. Das Team setzt die einzelnen Entwürfe zuerst am Computer in 3D-Modelle um und druckt die einzelnen Varianten dann mithilfe eines 3D-Druckers aus. Anschließend wird überprüft, welches den Anforderungen am besten entspricht.

Gutes Industrie-Design hat sich stets an den Kundenzielen und den späteren Anwendern zu orientieren. Es hat hohe Funktionalität und Usability, nutzt Materialien, die die Produktwertigkeit noch unterstreichen und ist perfekt verarbeitet. Beim Maschinendesign gewinnt außerdem die Mensch-Maschine-Interaktion an Bedeutung. Denn schließlich ist es der Mensch, der die Anlage mit der schönen Form täglich bedienen muss und ihre Qualität benötigt. So werden beispielsweise immer mehr Bedienpulte als Touchscreens konstruiert. Ihre grafische Oberfläche wird visuell attraktiv gestaltet und hat eine optimierte Menüführung. Außerdem werden die mechanische Schnittstelle und die Anbindung des Bildschirms bedienerfreundlich gestaltet.

Wenden Sie sich jederzeit gerne, für eine unverbindliche Beratung an uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter, damit auch Ihre Maschinen ein optimales und erfolgsversprechendes Design erhalten.

¹Studie: „Deutscher Markenmonitor 2017/2018“, Herausgeber: Rat für Formgebung , GMK Markenberatung, German Brand Institute

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